Die „Alte Schlosserei“ der ehemaligen Fassfabrik in Liesung beherbergt bald Arbeitsräume. Foto: Daniel Dutkowski

WEST / Fassfabrik

Im Fokus des Reallabor Fassfabrik in Liesing steht Forschung für nachhaltiges Bauen, Bauen im Bestand und urbane Produktion. Ein Teil der Räumlichkeiten wird außerdem seit 2024 temporär von Künstler:innen und Kreativen sowie für Veranstaltungen genutzt.

Wo einst die größte Fassfabrik Mitteleuropas stand, wird in den kommenden zwei Jahren Zukunft aktiv gestaltet. In der Lastenstraße im 23. Bezirk hat mit dem Reallabor Fassfabrik ein innovatives Zwischennutzungskonzept Fahrt aufgenommen. Es ermöglicht praxisbezogenen Wissens- und Erfahrungsgewinn auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit und Innovation und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Kunst.

Reallabor Fassfabrik als Ort der Forschung – nachhaltiges Bauen

Das Reallabor Fassfabrik ist ein lebendiger, vielfältiger Ort der Forschung, Kreativität und des Austauschs: Hier werden Materialien für umweltverträgliches Bauen entwickelt, hier arbeiten Kunst- und Kulturschaffende in Ateliers vor Ort, und hier finden regelmäßig Workshops, Events und Kulturveranstaltungen für die Öffentlichkeit statt.

Neben dem Bauunternehmen Strabag waren zu Beginn an der Forschung auch die Technische Universität Wien und das Institute of Property Research (IPRE) beteiligt. Ziel der Forschung ist es, ein weitgehend energieautarkes und im Betrieb CO2-neutrales Quartiers mit urbaner Produktion vorzubereiten, das – wenn es gelingt –Klimaschutz, Versorgungssicherheit und niedrige Energiekosten auf völlig neu Art und Weise integriert.

Als Bestandteil der Forschungsnutzung werden die Räume in der Sheddachhalle (1.200 m2) und der ehemaligen Schlosserei der Fassfabrik (2.000m2) zwischengenutzt. Die kostengünstig, niederschwellig und temporär an innovative Handwerksbetriebe sowie an Künstler:innen und Kreative vermietet.

Während eine Halle vom Strabag Kulturforum genutzt wird, steht eine weitere Halle sowohl für Ausstellungen und Veranstaltungen als auch für kleinteilige Nutzungen zu Verfügung. Die Organisation der künstlerischen Zwischennutzung übernahm 2025 das Raumunternehmen WEST und löste damit IPRE – Institute of Property Research der TU Wien ab. 

Die Zwischennutzung wird insgesamt mindestens drei Jahre laufen, die einzelnen Nutzungen können jedoch auch kurzfristig sein.

Zwischennutzung für Kunst und Kreativität WEST / Fassfabrik

Im WEST Reallabor Fassfabrik finden auf rund 1.000 Quadratemeter große und kleine Visionen ihren Platz. Vor allem Projekte, die auf einen direkten Austausch angewiesen sind, finden hier in Räumen unterschiedlicher Größen besonders gut ein Zuhause.

Für Veranstaltungen und Seminare stehen unterschiedliche Räume zur Verfügung: das Kesselhaus (133,45 Quadratmeter), die Gelbe Halle (299,14 Quadratmeter) und der Steckdosenraum (116,43 Quadratmeter). Sie eignen sich für Ausstellungen, Vorträge, Workshops, Konzerte oder auch für kreative Formate wie Theaterproben oder Performances.

WEST setzt hier wie sowie bei den anderen WEST Projekten auf nachhaltige und bunte Raumnutzung, bietet Anreize für Austausch, Zusammenkommen und Community-Building.

Das Projekt wurde von Anfang an auch von Kreative Räume Wien beraten und unterstützt.

Lage und Erreichbarkeit

4 Gehminuten zur S-Bahn-Station Atzgersdorf
S-Bahn fährt werktags alle 7 Minuten.
Vom Hauptbahnhof Wien ist man in 15 Minuten beim Reallabor Fassfabrik.

Aktuelle Informationen und Kontakt gibt es unter www.fassfabrik.at.

Neben kleineren und größeren Büros können auch hallenartige Räume in der 'alten Schlosserei' der ehem. Fassfabrik genutzt werden. Foto: Daniel Dutkowski

Objekt – Fassfabrik

Ort – Lastenstraße 19, 1230 Wien

Eigentum – STRABAG

Nutzung – Büros, Seminare, Ateliers und Studios, Proberaum, Ausstellungen

Projektbetreuung – music box / WEST

Fläche – Shedachhalle (1.200 m2), Alte Schlosserei in der ehem. Fassfabrik (2.000 m2), Büroflächen; außerdem Freiflächen am Areal

Zeitraum – April 2024 bis wenigstens April 2027

Rolle KRW – Beratung, Vernetzung mit Nutzer:innen

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