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Kreative Räume Wien 2018-08-07T16:05:52+00:00

SERVICE

 BÜRO FÜR LEERSTANDS-AKTIVIERUNG

Kreative Räume Wien – Büro für Leerstandsaktivierung unterstützt kooperative Nutzungskonzepte und die Öffnung von Leerständen für Nutzungen aus den verschiedensten Bereichen wie Kultur, Soziales, Kreativwirtschaft, Dienstleistung und Stadtteilarbeit.

Kreative Räume Wien vermieten keine Räume und vergeben keine Förderungen, helfen diesbezüglich aber gerne im Rahmen der Beratungen weiter.

 BERATUNG

Kreative Räume Wien beraten Raumsuchende und Nutzer_innen bei der Öffnung von leerstehenden Flächen und bei der Suche nach Räumlichkeiten sowie Immobilieneigentümer_innen hinsichtlich Nutzungsmöglichkeiten leerstehender Liegenschaften.

ACHTUNG: Im August finden keine Beratungstermine statt.

Ab September, 4.9., bieten wir wieder telefonische Beratung an, ab 11.9. gibt es wieder die Möglichkeit persönlicher Beratungen.

Persönliche Beratungen bieten wir jeden Dienstag von 13.00 – 17.00 Uhr in unserem Büro in der Marxergasse 24/2, 1030  Wien, an. (Um eine kurze Anmeldung via office@kreativeraeumewien.at wird gebeten.)

Telefonische Beratung unter +43 (0)676 643 20 66 ist von Montag bis Freitag von 11.00 – 15.00 Uhr verfügbar.

Hinsichtlich rechtlichen Fragen in Zusammenhang mit Zwischennutzungen oder Leerstandsaktivierungen bieten wir eine zusätzliche rechtliche Beratung an.

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ÜBER UNS

BÜRO FÜR LEERSTANDS-AKTIVIERUNG

KREATIVE RÄUME WIEN – Büro für Leerstandsaktivierung befasst sich seit 2016 im Auftrag der Wiener Stadtratsbüros

  • für Kultur und Wissenschaft,
  • für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales, und
  • für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung

mit den Bereichen Leerstand und Raumnutzung durch Kultur, Soziales, Kreativwirtschaft und Stadtteilarbeit.

Das Büro unterstützt und begleitet die Öffnung von Leerständen für längerfristige oder temporäre Nutzungen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Beratung von Raumsuchenden und Nutzer_innen sowie Liegenschaftseigentümer_innen, auf Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit sowie auf Sensibilisierung hinsichtlich der Themen Leerstandsaktivierung und -vermeidung, Zwischennutzung und kooperative Nutzungskonzepte.

In unserer Arbeit ist die Einbindung verschiedenster Akteur_innen sowie der Blick auch auf die nächsten Jahre und Jahrzehnte zentral. Diese langfristige und vernetzte Perspektive ist notwendig, um Projekte im Sinne einer langfristigen und vielfältigen Leerstandsaktivierung und -vermeidung anzustoßen.

Das Büro KREATIVE RÄUME WIEN setzt sich aus drei Akteur_innen aus folgenden Bereichen zusammen:

  • SOHO in Ottakring (Schnittstelle zu Kulturschaffenden und kulturellen Nutzung)
  • BÜRO KLK – Kohlmayr Lutter Knapp (Schnittstelle zur Immobilienbranche und Stadtentwicklung)
  • Pepelnik & Karl (Schnittstelle und Expertise für rechtliche Fragen und Beratung)

INFORMATIONEN

LEERSTAND und LEERSTANDS-AKTIVIERUNG

Ein Atelier, Vereinsräume für zivilgesellschaftliche Initiativen, eine Produktions- und Präsentationsstätte für Designer_innen, Proberäume, eine Werkstätte – auf der einen Seite sucht eine große Zahl an Stadtbewohner_innen Raum für ihre Tätigkeiten. Die Realisierung vieler Ideen in verschiedensten Bereichen wie Kunst und Kultur, Soziales, Kreativwirtschaft, Dienstleistung, Bildung und Stadtteilarbeit hängt jedoch stark von der Verfügbarkeit leistbarer Räumlichkeiten ab.

Auf der anderen Seite gewinnt das Thema Leerstand und Umgang mit leerstehenden Flächen im urbanen Kontext seit Jahrzehnten an Bedeutung. Zahlreiche Initiativen, Studien und Plattformen tragen einen großen Teil zu dieser Aufmerksamkeit bei. Raummangel auf Seiten potentieller Nutzer_innen und ineffiziente Flächennutzung, unbelebter öffentlicher Raum und sich verschlechternde Bausubstanz sind Herausforderungen in Zusammenhang mit Leerstand. Durch Leerstandsaktivierung bzw. Leerstandsvermeidung z.B. im Neubau kann hingegen mit dem Ziel einer nachhaltigen Nutzung von Flächen dem Thema „leistbarer Raum“ für Raumsuchende und Nutzer_innen begegnet werden.

Unter Leerstandsaktivierung ist die Öffnung und Wieder-Nutzbarmachung von sonst brachliegenden Räumen und ungenutzten Flächen zu verstehen. Bei der Frage nach einer entsprechenden Raumproduktion spielt eine Vielzahl an Beteiligten eine Rolle: Nutzer_innen, Immobilieneigentümer_innen, städtische Verwaltung, Stadtbewohner_innen, lokale Geschäftstreibende und Nachbarschaften. Geöffnet und wieder-genutzt werden dabei nicht nur Erdgeschoßlokale, sondern auch Grünflächen oder Brachen, Sportanlagen oder aufgelassene Büros und Fabrikflächen vergangener Dekaden.

Ein Schritt der Stadt Wien, um das Thema Leerstand und Leerstandsaktivierung stärker auf die städtische Agenda zu setzen, war die Entwicklung der Service- und Beratungsagentur Kreative Räume Wien – Büro für Leerstandsaktivierung.

RECHTLICHE RAHMEN-BEDINGUNGEN

Bei der Nachnutzung und Leerstandsaktivierung von Immobilien sind zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen, vor allem wenn die neue Nutzung in ihrer Funktion nicht der vorherigen entspricht. In vielen Fällen wird es notwendig sein, sich mit Widmungen, Genehmigungen, Energieversorgung, etc. auseinanderzusetzen, bevor eine Immobilie wieder genutzt werden kann. Nutzer_innen und Immobilieneigentümer_innen werden von uns gerne unbürokratisch beraten und bei speziellen Fragestellungen an die entsprechenden Stellen verwiesen.

Mietvertrag, Leihvertrag und Prekarium

Herkömmliche Mietverträge unterliegen zumeist dem Mietrechtsgesetz (MRG) und sind daher für Leerstandsaktivierungen von nur kurzzeitig leerstehenden Objekten wenig geeignet. Bei Mietverträgen besteht jedoch selbstverständlich die Möglichkeit der zeitlichen Befristung des Mietvertrags. Befristungen müssen aber schriftlich vereinbart werden, sonst liegt ein unbefristeter Mietvertrag vor. Abgesehen von der Möglichkeit der zeitlichen Befristung sind die Mietverträge im Anwendungsbereich des MRG nur aus den gesetzlichen normierten wichtigen Gründen kündbar.

Vom Mietvertrag zu unterscheiden ist der Leihvertrag und das Prekarium (oder auch Bittleihe). Diese Verträge unterliegen grundsätzlich nicht dem Mietrechtsgesetz, sondern den Bestimmungen des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB). Maßgeblicher Unterschied ist hierbei, dass Leihnehmende kein Entgelt entrichten und auch sonst keine wirtschaftlich bewertbare Gegenleistung für die Einräumung des Nutzungsrechts erbringen (sonst liegt ein Mietvertrag vor). Es ist jedoch von Vorteil, wenn sich die Leihnehmenden zur Tragung der laufenden Kosten verpflichten (Betriebskosten, Energiekosten, etc.).

Das Prekarium ist grundsätzlich jederzeit widerrufbar, das heißt die Leihgebenden können auch kurzfristig die Rückstellung und Räumung verlangen. Das Prekarium bietet also wenig Rechtssicherheit für Leihnehmende. Prekarium Mustervertrag (ca. 500KB)

Der Leihvertrag ist hingegen meist zeitlich befristet oder wird jedenfalls mit einer Kündigungsregelung verbunden. Im Unterschied zum Mietvertrag im Anwendungsbereich des MRG bedarf es keiner Kündigungsgründe für die Beendigung. Leihgebende können aber nur zu den vereinbarten Zeitpunkten die Rückstellung fordern.

Kommen Leihnehmende der Verpflichtung zur Räumung und Rückstellung nicht nach, müssen Leihgebende wie beim Mietvertrag mittels Räumungsklage gegen Leihnehmende gerichtlich vorgehen.

WEITERFÜHRENDES

INITIATIVEN UND SERVICES

Die Wiener Gebietsbetreuungen Stadterneuerung sind eine Service-Einrichtung im Auftrag der Stadt Wien und beiten Information, Beratung und Projekte in Zusammenhang mit lokalen Stadtentwicklungsprozessen und der Beteiligung der Stadtbewohner_innen. Sie sind auch eine der Ansprechpartner_innen für lokale Initiativen oder Vorhaben.

https://www.gbstern.at/

Die Stadtteilpartnerschaften sind eine Initiative der Gebietsbetreuungen. Durch das Projekt werden Menschen, die Platz haben, und Menschen, die Räume suchen, in den jeweiligen Stadtteilen vernetzt.

https://www.gbstern.at/themen-projekte/stadtteilpartnerschaft/

Freie Lokale (Wirtschaftskammer Wien)

Freie Lokale (freielokale.at) ist ein Service der Wirtschaftskammer Wien. Auf der Seite findet sich ein Überblick über Geschäftslokale in Wien, die zur Miete freistehen.

https://www.freielokale.at/genticscms/Startseite.html

Lokale Agenda

Die Lokale Agenda 21 Wien fördert Bürger_innenbeteiligungsprozesse im Rahmen einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Durch Agendabüros in einzelnen Wiener Bezirken als auch die Programme Grätzloase und ELLA unterstützt sie die Stadtbewohner_innen dabei, ihr Grätzl lebenswerter mitzugestalten, und bietet Möglichkeit, über Veränderungen im Stadtteil mitzuentscheiden.

https://www.la21wien.at/alle-projekte.html

Wirtschaftsagentur Wien Förderprogramm Nahversorgung

Die Wirtschaftsagentur Wien stell u.a. ein Förderprogramm für Gründer_innen im Bereich Nahversorgung und Stadtbelebung bereit. Dabei wird auch die Reaktivierung von leerstehenden Lokalen in der Erdgeschoßzone gefördert. (Von der Förderung ausgenommen sind Vereine)

https://wirtschaftsagentur.at/foerderungen/programme/nahversorgung-und-stadtbelebung-84/

STUDIEN UND GUIDES

Räume Kreativer Nutzungen

Die Publikation Räume Kreativer Nutzungen – Potenziale für Wien wurde im Auftrag von departure durchgeführt und stellt eine Bestandsaufnahme kreativer Nutzungen in Wien bereit. Fragen nach der Beziehung zwischen kreativen Nutzungen und urbanem Raum sowie nach der Förderung und Entwicklung des Potenzials kreativer Nutzungen bilden den Hintergrund der Studie.

https://issuu.com/departure/docs/layout_final_neu_issuu

Werkstattbericht Perspektive Erdgeschoss

Der Werkstattbericht „Perspektive Erdgeschoß“ beschäftigt sich mit Leerstand bzw. “Nicht-Nutzung” von Flächen im Erdgeschoß. Durch Werkstatt- und Arbeitsgespräche sammelt der Bericht Erfahrungen von lokaler und gesamtstädtischer Ebene zusammen. Der Fokus bei der Frage nach möglicher Nutzung liegt dabei nicht auf dem Handel, sondern auf verschiedensten Nutzformen, die eine Belebung der Umgebung unterstützen können.

Der Bericht erfolgte im Auftrag der MA 18 und wurde durch den Fachbereich Infrastruktur- und Umweltplanung des Departments für Raumentwicklung an der TU Wien durchgeführt.

https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/studien/pdf/b008355.pdf

DIY GBs

Die Gebietsbetreuungen Stadterneuerung haben eine Broschüre zusammengestellt, die bei der Umsetzung unterschiedlicher Projekte auf lokaler Ebene helfen und zur aktiven Auseinandersetzung mit der eigenen Wohnumgebung motivieren soll. Die Realisierung von Initiativen einer aktiven Stadtgesellschaft erfordern mitunter spezifisches Wissen: Welche Behördenwege sind erforderlich, wo gibt es Anlaufstellen, welches Know-how wird benötigt?

Die Stadtanleitung stellt hier eine Sammlung praktischer Tipps, verschiedenster Ideen und theoretischer Anleitungen zum Mitgestalten öffentlichen Raums bereit.

https://www.gbstern.at/fileadmin/redaktion/PRESSE_UND_DOWNLOADS/Downloads/PDF-Dokumente/DIY_Stadtanleitung_2016.pdf

Perspektive Leerstand I-III

Zwischen 2011 und 2013 entstand die dreiteilige Studie „Perspektive Leerstand“. Angestoßen von der IG Kultur Wien (Interessengemeinschaft und -vertretung der freien und autonomen Kulturarbeit in Wien) erfolgten die ersten beiden Teile im Auftrag der IG Kultur Wien und wurden durch die MA7 Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert. Die dritte Studie erfolgte im Auftrag der MA 18. Die wissenschaftliche Leitung lag beim Fachbereich Soziologie des Departments für Raumplanung an der TU Wien.

Im ersten Teil setzt sich die Studie mit den Hintergründen von Leerstand in Wien, aktuellen Diskursen und einer Aufarbeitung verschiedenster Nutzungen in Wien seit den 70er Jahren auseinander.

https://www.igkulturwien.net/fileadmin/userfiles/Studien/Studie_Perspektive_Leerstand_Teil1.pdf

Der zweite Teil befasst sich mit den Bedingungen von Leerstandsnutzungen in Wien, wobei verschiedenste Dimensionen wie räumliche, rechtliche und akteur_innenbezogene Aspekte in ihrer Verschränkung berücksichtigt werden. Internationale Beispiele bilden den Hintergrund für die Untersuchung der Wiener Situation.

https://www.igkulturwien.net/fileadmin/userfiles/Studien/perspektive_leerstand/studie-perspektiveleerstand-part2.pdf

Der dritte Teil mit dem Untertitel „Zum Themengebiet Leerstandsnutzung und deren Management anhand einer Good-practice-Analyse“ vertieft die Ergebnisse der ersten beiden Teile und sucht auf Basis der Analyse internationaler Beispiele nach Empfehlungen für den Diskurs und planerischen Umgang mit Leerstand in Wien.

https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/studien/pdf/b008349.pdf

PRESSE

PRESSEKONTAKT

Bei Interviewwünschen und sonstigen Anfragen wenden Sie sich bitte an:

E: presse@kreativeraeumewien.at
T: +43 (0) 677 627 93 130

MEDIENINFO

Aktuelle Medieninfo (Stand 22.06.2018)

Medieninformationen zum Mediengespräch : Donnerstag, 06. Oktober 2016 – 10:00

Medieninfo OPENmarx (PDF, 42KB)

Medieninfo Zwischennutzung in Neu Marx (PDF, 0,7MB)

DOWNLOAD LOGO

In der unten befindlichen Zip-Datei stehen unterschiedliche Logovariationen zum Download bereit.

Logovariationen der Kreativen Räume Wiens (ca. 3,4MB)

Bei Gebrauch des Logos ist zu beachten, dieses einzig im Zusammenhang mit den KREATIVEN RÄUMEN WIEN und nur mit dem Hinweis „Mit Unterstützung von / In Kooperation mit [LOGO]“ zu verwenden. Es darf ausschließlich in den vordefinierten Darstellungsweisen (siehe Logo Manual) abgebildet werden.

Weitere Informationen: Kreative-Räume-Wien Logo Manual (ca. 0,5MB)

Bei weiteren Fragen zur Anwendung des Logos wenden Sie sich bitte an office@kreativeraeumewien.at

PRESSEFOTOS

Das Packhaus
Marxergasse 24, 1030 Wien
© Veronika Kovacsova

Das hinterhof:lab, Außenansicht
Neubaugasse 25, 1070 Wien
© Amina Stella Steiner

Johannes Doppler
Opferblut Comic
© Kunstschule Wien

Mobiles Stadtlabor OPENmarx in Neu Marx einem Entwicklungsgebiet der WSE
© Lukas Preisinger

Standort Siebenbrunnengasse 19-21
1050 Wien
© Nadine Wille, Wiener Künstlerhaus

ZOOM Dezentral
© ZOOM Kindermuseum Wien

Thomas Kerekes
© Mehmet Emir

Christian Knapp
© Mehmet Emir

Das Packhaus
Marxergasse 24, 1030 Wien
© Marija Jociute

Das hinterhof:lab, Innenansicht
Neubaugasse 25, 1070 Wien
© Amina Stella Steiner

Kulturnetz Hernals/ Shizzle, Das Shizzleteam im temporären Kulturzentrum „Schüssel, Die“
Hernalser Hauptstraße 37, 1170 Wien
© Gabriel Gruber

Mobiles Stadtlabor OPENmarx in Neu Marx einem Entwicklungsgebiet der WSE
© Astrid Strak

ZOOM dezentral
© ZOOM Kindermuseum Wien

Teamfoto
© Mehmet Emir

Teamfoto
© Mehmet Emir

Ula Schneider
© Mehmet Emir

Harald Karl
© Mehmet Emir

KONTAKT

KONTAKT

KREATIVE RÄUME WIEN – Büro für Leerstandsaktivierung

KRW Kreative Räume Wien GmbH
@Das Packhaus
Mag. Thomas Kerekes MSc. BSc.
Marxergasse 24/2
1030 Wien

E: office@kreativeraeumewien.at
T: +43 (0)676 643 20 66 (Montag bis Freitag von 11.00 – 15.00 )

Bei Interviewwünschen und sonstigen Presseanfragen wenden Sie sich bitte an:

E: presse@kreativeraeumewien.at

T: +43 (0)677 627 93 130

FAQ

FAQ

Was sind die Kreativen Räume Wien (kurz: KRW)?

Die KRW sind eine Service- und Beratungseinrichtung im Feld der Leerstandsaktivierung, Leerstandsverhinderung in neuen Stadtentwicklungsgebieten, Zwischennutzung und kooperativen Nutzung. Wir unterstützen und begleiten die Öffnung von Leerständen für dauerhafte oder temporäre Nutzungen aus den verschiedensten Bereichen wie Kultur, Soziales, Kreativwirtschaft, Dienstleistung und Stadtteilarbeit.

Für wen sind die KRW Ansprechpartner?

Die KRW sind Ansprechpartner für Akteur_innen aus Kunst und Kultur, Kreativwirtschaft, Soziales und Bildung, Stadtteilarbeit und Zivilgesellschaft, die nach leistbaren Räumlichkeiten für ihre Tätigkeiten suchen, sowie für Immobilieneigentümer_innen, die leerstehende Liegenschaften einer Nutzung zuführen möchten.

Was verstehen die KRW unter „Kreative Räume“?

Die KRW fassen „kreativ“ als weiten Begriff. Es geht um engagierte Initiativen, Projekte und Nutzungen, die sozial, kulturell oder gesellschaftlich in den Raum und über diesen hinaus in die Stadt Wien hineinwirken.

Wie können die KRW mir als Raumsuchender_m oder Nutzer_in weiterhelfen?

In den kostenlosen Beratungen informieren die KRW Raumsuchende – je nach den sehr unterschiedlichen Anforderungen – über Angebote und Plattformen hinsichtlich kooperativer Raumnutzung und Leerstandsaktivierung und unterstützen bei der Vernetzung mit städtischen oder außerstädtischen Kooperationspartner_innen. Die KRW begleiten Nutzer_innen auch während des Prozesses einer Leerstandsaktivierung.

Wie können die KRW mir als Raumhabender_m weiterhelfen?

Die KRW informieren Immobilieneigentümer_innen über die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten leerstehender Liegenschaften. Besteht Interesse seitens der Eigentümer_innen länger oder nur kurz leerstehende Flächen für Nutzungen zu öffnen, vernetzen wir diese mit Raumsuchenden. Die KRW bieten in weiteren rechtlichen Belangen Unterstützung z.B. bei der Vertragsabwicklung an.

Vermieten die KRW Räumlichkeiten?

Nein, die KRW vermieten keine Räumlichkeiten. Die KRW zielen darauf, Raumsuchende mit Raumhabenden oder auch Suchende unter einander zu vernetzen.

Vergeben die KRW Förderungen?

Nein, die KRW vergeben keine Förderungen, helfen aber im Rahmen der Beratungen gerne mit Tipps und Hinweisen über Fördermöglichkeiten der Stadt Wien weiter.

Wie hängen die KRW mit der Stadt Wien zusammen?

Die KRW sind ein Projekt der Stadt Wien und befassen sich im Auftrag der Wiener Stadtratsbüros für Kultur und Wissenschaft, für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales, und für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung mit dem Bereichen Leerstand und Raumnutzung.

Was ist Leerstandsaktivierung?

Aus verschiedensten Gründen stehen in vielen Städten, so auch in Wien, Räume, Immobilien, Lokale, leer und bleiben ungenutzt. Unter Leerstandsaktivierung ist die Wieder-Nutzbarmachung von über einen längeren Zeitraum brachliegenden Flächen zu verstehen. Aber auch die – kooperative – Nutzung nur zeitweise oder noch nicht lange leerstehender Räume kann unter den Begriff gefasst werden. Geöffnet und wieder-genutzt werden dabei nicht nur Erdgeschoßlokale, sondern auch Grünflächen oder Brachen, Sportanlagen oder aufgelassene Büros und Fabrikflächen vergangener Dekaden.

Warum Leerstandsaktivierung?

Vor allem angesichts der großen Nachfrage nach leistbaren Räumlichkeiten in vielen Städten gilt es, Leerstand in seiner Problematik, aber auch als nutzbare Ressource wahrzunehmen. Neben dem Raummangel auf Seiten potentieller Nutzer_innen sind ineffiziente Flächennutzung, negative Auswirkungen auf den unmittelbaren öffentlichen Raum und sich verschlechternde Bausubstanz Aspekte urbanen Leerstands. Anliegen der KRW ist es, diesen Herausforderungen mit der Aktivierung leerstehender Flächen und mit Bewusstseinsbildung im Bereich Leerstand und Raumressourcen zu begegnen.

Was ist Zwischennutzung?

Zwischennutzung bedeutet die temporäre Nutzung sonst leerstehender Liegenschaften, die keine reguläre Nutzung oder regulären Mieter_innen finden. Die Zeitdauer kann sich von Monaten bis hinzu Jahren spannen. Bei Zwischennutzungen werden meist keine herkömmlichen Mietverträge abgeschlossen.

Warum Zwischennutzung?

Viele Bewohner_innen und Raumsuchende benötigen temporär oder längerfristig Raum, um ihre Ideen oder Projekte zu verwirklichen oder unbürokratisch und mit geringem Risiko zu testen, jedoch fehlen oft die Mittel für marktkonforme Mieten. Aus verschiedensten Gründen, u.a. auch administrativen oder Planungsgründen, befinden sich Immobilieneigentümer_innen immer wieder zeitweilig im Besitz von Liegenschaften, die befristet leerstehen. In diesem Zusammenhang ist Zwischennutzung eine Möglichkeit, diesem Bedarf an leistbarem Raum begegnen zu können, und temporär brachliegende Flächen einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.

Was sind Schwierigkeiten in Zusammenhang mit Leerstand und Zwischennutzungen?

Leerstandsaktivierung und Zwischennutzung ist vielen Eigentümer_innen und städtischen Akteur_innen nach wie vor ein unbekanntes Feld. Es ist daher wichtig, Akteur_innen innerhalb der Immobilienwirtschaft stärker auf die Vorteile von Leerstandsaktivierung aufmerksam zu machen. Ebenso wichtig ist es, den Umgang mit Leerstand und Raumressourcen im städtischen Verwaltungsbereich zu vertiefen. Hierzu sind unterschiedlichste Zugänge, verschiedene politische, planerische und finanzielle Maßnahmen, sowie – auch längerfristig gedachte – Nutzungsmöglichkeiten notwendig.

Wie sehen die KRW Leerstandsaktivierung und Zwischennutzung im Rahmen der Stadtentwicklung?

Viele Instrumente einer sozial, kulturell und ökonomisch nachhaltigen Leerstandspolitik hängen vom politischen Rahmen und den Gestaltungsbedingungen ab. Als Beispiele wären unbürokratische Nutzung von Flächen im öffentlichen/städtischen Eigentum oder der Mix aus finanziellen Fördermechanismen für soziokulturelle Initiativen zu nennen. Die statische Aufbereitung durch eine Leerstandserhebung oder Leerstandsmeldung von Flächen, die größer als 500 m² sind und länger als 1 Jahr leerstehen wie dies z.B. in der Stadt Zürich geschieht, könnte ebenso als zusätzliche Informationsebene dienen. Auf Basis dieser wäre die Entwicklung weiterer zielgerichteter Strategien in der Bearbeitung von leerstehenden Flächen möglich. Auch das Augenmerk auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und die Vielfalt der Nutzer_innen und deren frühe Miteinbeziehung in Planungs- und Entwicklungsprozesse spielen hierbei eine Rolle. Weiterführende Schritte im Sinne innovativer – und langfristiger – Leerstandspolitik und Stadtentwicklung fallen in den Verantwortungsbereich der Stadt Wien. Die KRW können hier relevante Inhalte erarbeiten, Informationen zur Verfügung stellen, sensibilisieren und in Zusammenarbeit mit lokalen Akteur_innen und Nutzer_innen bei der Entwicklung neuer Konzepte behilflich sein.

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