Leerstand Gallery im Dritten

Leerstand Gallery

Gegenüber der Wohnung von Stella und Emanuel Rudas im zweiten Bezirk befand sich im Sommer 2020 eine leerstehende, ehemalige Libro Filiale. Da hatten die Kuratorin und der Kulturmanager  eine Idee. Sie kontaktierten den Eigentümer und starteten ein Projekt: Die Leerstand Gallery in der Praterstraße. Für einen Monat verwandelten sie die leeren Räume in dem großzügigen Geschäftslokal in eine Galerie.

Das Konzept der Leerstand Gallery war geboren. Und ging mit März 2021 bereits in die zweite Runde. Nach der ehemaligen Libro Fililale im zweiten Bezirk,  bespielen Stella und Emanuel Rudas das Erdgeschoß von „The Ambassy“, ein Neubau im dritten Bezirk. Warum sie Gefallen an den unterschiedlichen Locations finden? „Ich lasse mich gerne auf einen neuen Raum ein“, sagt Stella Rudas. Die Räume würden die Ausstellungen mitkuratieren, neue Orte künstlerische Projekte befruchten – und das mache es besonders spannend.

Bereits sehr bekannte KünstlerInnen werden in der Galerie auf Zeit neben jungen Talenten gezeigt. Waren es in der ehemaligen Libro-Filiale auch Nitsch, Brus und von Samsonow sind es in „The Ambassy“ neben Erwin Wurm auch Jonathan Messe, Xue Mu, Hanakam & Schuller und Oliver Hölzl.

Das Thema der zweiten Auflage: “Bleibt Alles Anders? Strategien zur Realität”. Im Mittelpunkt stehen zentrale Fragen unseres nun schon seit einem Jahr von Corona geprägten Alltags. Das Ausstellungskonzept wurde diesmal noch um eine “Residency” erweitert: Die chinesische Künstlerin Xue Mu, die aktuell in Rotterdam unterrichtet, verbrachte auf Einladung von Rudas einen Monat in Wien. Das besondere daran: Sie arbeitete im Rohbau, der dann zur Ausstellungsfläche wurde.

Vorraussichtlich geöffnet ab 4.Mai (max. 7 BesucherInnen)
Di – Sa: 14 bis 19 Uhr
Leerstands Gallery “The Ambassy”: Bleibt alles anders?
Beatrixgasse 27, 1030 Wien
www.leerstand.gallery

Für Kunsthungrige, die die Lockerungen für den Kulturbereich nicht erwarten können, kann sich bereits jetzt ein Spaziergang in die Beatrixgasse lohnen. Abends sind die Räume so beleuchtet, dass man auch von außen gut “fensterln” kann. Oder in anderen Worten ausgedrückt: Man sieht gut in den ersten Raum hinein.

Foto: Leerstand Gallery/Rudas