Jetzt nachhören: Symposium UNSEEN PROFIT – Potenziale von Leerstand

Das Symposium UNSEEN PROFIT – Potenziale von Leerstandsaktivierung ist erfolgreich über die Bühne gegangen. Wir freuen uns über die zahlreichen Teilnehmer:innen vor Ort und im Live-Stream. Hier findest du die Vorträge und die Podiumsdiskussion unserer spannenden Veranstaltung zum Nachhören. Weitere Informationen zum Symposium gibt es im digitalen Programmheft unten oder auch in diesem Beitrag.

 

Tag 1 – Begrüßung & Vorträge

Wie kann Leerstand verhindert und positiv genutzt werden? Welchen Mehrwert bieten gelungene Zwischennutzungsprojekte und Leerstandsaktivierungen für Immobilienwirtschaft, Stadt und Öffentlichkeit? Nicht zuletzt durch die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie haben diese Fragen weiter an Relevanz gewonnen.

Auf Initiative der Wirtschaftsagentur Wien und veranstaltet von den Kreativen Räume Wien standen bei dem Symposium UNSEEN PROFIT zwei Tage lang die Potenziale von Leerstandsaktivierung und Zwischennutzung im Fokus. Es ging um Lösungsansätze für konkrete Herausforderungen und Anliegen in historisch gewachsenen Stadtteilen wie auch in Stadtentwicklungsgebieten – und einem zeitgemäßen Umgang mit der Ressource Raum.

Begrüßung mit Peter Hanke, Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Wiener Stadtwerke; Uli Fries von den Kreativen Räumen Wien; und Barbara Mayer von der GB* West

 

Unseen Profit – Die Publikation (EN) 

Es dauert Jahre bis große Immobilienprojekte verwirklicht werden. Das gilt für Abriss und Neubau wie für großangelegte Umgestaltungen und Renovierungen. Zwischen dem Kauf einer Liegenschaft, der Planung, Konzeptionierung und Fertigstellung liegen fast immer unvermeidbare Leerstandsperioden. In dieser Phase auf Zwischennutzungen zu setzen, kann Immobilienunternehmen großen Mehrwert bringen.

Diese Zusammenhänge schlüsselt UNSEEN PROFIT – die Publikation des seit 2014 bestehenden Raumunternehmens Paradocks – anhand von heimischen und internationalen Fallbeispielen im Detail auf. Zwischennutzungen schützen nicht nur die Substanz einer Liegenschaft, sie ermöglichen eine wesentliche Kostenoptimierung für Immobilieneigentümer:innen und generieren erhebliche Marketingwerte für die Verwertung der Liegenschaft.

Speaker: Margot Deerenberg

 

Urban Resort – Amsterdam (EN)

Urban Resort entwickelt und verwaltet ‚broedplaatsen‘ (Brutplätze) für Kunst- und Kulturschaffende, Freiberufler:innen und Start-ups in Amsterdam. Das Raumunternehmen hat 19 Standorte, die über die gesamte Stadt verteilt und in denen mehr als 600 kreativ und kulturell engagierte Mieter:innen untergebracht sind. Sie arbeiten in Ateliers, Produktionsräumen, Soundstudios und auf Bühnen.

Urban Resort verwaltet Räume, in denen Kreative auf künstlerischer und sozialer Ebene frei arbeiten und experimentieren können – und das bei niedrigen Mieten.

Speaker: Hay Schoolmeesters

 

Institut for X – Aarhus (EN)

Institut for (X) ist eine gemeinnützige und unabhängige Plattform für Kultur, Kreativwirtschaft und Bildung am Areal eines ehemaligen Güterbahnhofs in Aarhus in Dänemark. Begründet wurde (X) 2009 durch die Agentur Detours, sie bekam von der Stadtverwaltung die Zustimmung das Areal temporär zu nutzen.

(X) zeichnet sich durch eine vielfältige Mischung aus Kultur, Kreativwirtschaft und öffentlichem Raum aus. Kollaboration und Ko-Kreation stehen im Fokus der selbstorganisierten Plattform. Es gibt über 600 aktive Mitglieder, 90 Ateliers und Werkstätten, 43 kreative Unternehmen und 15 Vereine am Areal.

Speaker: Mads Peter Laursen

 

Kreativquartier Oberhafen – Hamburg (DE)

Viel Platz für kreatives Arbeiten am Areal eines ehemaligen Güterbahnhofs: Das Kreativquartier Oberhafen ist mit mehr als 20.000 m² das größte kreativwirtschaftliche Stadtentwicklungsprojekt Hamburgs.

Ehemalige Güterhallen und Bahnhofsgebäude werden zu kostengünstigen und langfristig verfügbaren Showrooms, Filmstudios, Co-working Spaces, Ateliers und Ausstellungsflächen. Das Areal bleibt dabei im Eigentum der Stadt. Gemeinsam mit der HafenCity GmbH gestaltet die Kreativgesellschaft Hamburg den schrittweisen und dialogorientierten Transformationsprozess. Kreativschaffende und Nutzer:innen im Oberhafen gestalten das Quartier aktiv mit.

Speaker: Katja Wolframm

 

Le Centquatre-Paris – Paris (EN)

Das im 19. Arrondissement von Paris gelegene Areal Centquatre-Paris wirkt als kollaborative künstlerische Plattform. Die vielfältige Nutzungsmischung aus Wohnen, kultureller Produktion und Veranstaltungen richtet sich sowohl an die Öffentlichkeit als auch Künstler:innen aus aller Welt.

Centquatre-Paris bietet in der Halle des ehemaligen städtischen Bestattungsunternehmens ein populäres, zeitgenössisches und anspruchsvolles Programm. Gesäumt mit Geschäften bietet das atypische Wohngebiet auch Räume für die freie künstlerische Praxis und Kinderbetreuung – und einen Experimentierraum für Start-ups an der Schnittstelle von Kunst und Innovation.

Speaker: Martin Colomer-Diez

 

Am Kempelenpark – Wien (DE)

Der Kempelenpark zählt derzeit zu den größten Zwischennutzungsarealen Wiens. Seit 2017 ist der ehemalige Siemens Campus öffentlich zugänglich und hat sich zu einem umtriebigen Standort für Bildung, junge Unternehmen sowie für ökologische und soziale Pionierprojekte entwickelt.

Das Areal bietet ein breites Spektrum an Raumangeboten und Nutzungsmöglichkeiten – und eine Kultur des Ermöglichens. 2019 wurde die Liegenschaft von der Projektentwickler-Gruppe STC übernommen, die auch die Zwischennutzung(en) organisiert. 2023 startet phasenweise der Bau für ein gemischtes Quartier mit Schwerpunkt Wohnen.

Speaker: Matthias Waibel

 

Tag 2 – Podiumsdiskussion

Potenziale von Leerstand: Was sind aktuelle Herausforderungen, Lösungswege und mögliche Allianzen im Umgang mit Leerstand in Wien?

Am Podium:

  • Veronica Kaup-Hasler (Stadträtin für Kultur und Wissenschaft)
  • Hans-Jörg Ulreich (Ulreich Bauträger)
  • Elisabeth Noever-Ginthör (Wirtschaftsagentur Wien)
  • Zita Maria Kral (Creative Cluster)
  • Vasilena Gankovska (IG Bildende Kunst)

Moderation: Rudolf Scheuvens (TU Wien)

 

Mehr zum Programm und den Eindrücken vor Ort gibt es hier.