Update: Was tut sich eigentlich momentan im Creative Cluster Margareten?

Seit dem Sommer 2019 hat sich der Creative Cluster fest als Hub für Kreativwirtschaft, Bildung, Kunst und Kultur im 5. Bezirk etabliert. In Zuge dessen ist vor Ort gestalterisch einiges passiert und nach der Corona-Pause werden nun auch wieder einzelne Veranstaltungen möglich. Angesichts eines erfolgreichen ersten Jahres expandiert der Cluster außerdem in Kürze um einen weiteren Gebäudeteil.

Mit viel Engagement ist es dem Team vom Creative Cluster Kunstverein gelungen, eine stimmige und fruchtbare Melange an Kreativschaffenden in dem ehemaligen Schulgebäude zu versammeln. Und so läuft es bislang richtig gut. Zuletzt waren es rund siebzig AkteurInnen, die hier angedockt haben, um ihren Projekten nachzugehen, und mit der anstehenden Erweiterung kommen noch einmal fünfzig weitere hinzu.

Diese Expansion wird möglich, da das Ende des abgelaufenen Schuljahres auch das Ende der Schulnutzung im hinteren Gebäudeteil (Castelligasse) bedeutete. Bereits seit Juni konnten sich Interessierte um die zusätzlichen Plätze bewerben, und seit kurzem ist klar, wer nun einziehen wird. Zu den Neuankömmlingen zählen beispielsweise die Akademie der Bildenden Künste Wien mit ihrem Akademie Studio-Programm 2020/21 oder das interdisziplinäre Tanzkollektiv Anima Fabrik.

Bis es soweit ist, gibt es allerdings noch einiges zu tun. Die Adaptierung der Räumlichkeiten im neu hinzukommenden Gebäudeteil läuft gerade an. Noch mahnen Tafeln in den Klassenzimmern zur Aufmerksamkeit, erinnern Papierflieger, die in den perforierten Decken stecken, an die subversive Seite des Schulalltags, und das Rektorenpult im ehemaligen Lehrerzimmer versprüht nach wie vor eine gewisse unheimliche Autorität. So wird neugierigen BesucherInnen eindrücklich bewusst, welch profunder Wandel sich in jenen Räumlichkeiten, die seit einem Jahr vom Cluster genutzt werden, bereits vollzogen hat.

Weiter ist man im ehemaligen Schulhof. Das Holzgerüst, das vor der bröckelnden Fassade schützt, wurde in Teilen rückgebaut und durch Netze ersetzt. So schafft es nun deutlich mehr Licht in den Innenhof, und an den verbliebenen Stützen ranken sich Schlingpflanzen empor. Außerdem wurden in Zusammenarbeit mit dem Architekturkollektiv mostlikely Sitzgelegenheiten entworfen und realisiert. Diese laden nun dazu ein, im Hof zu entspannen, Projekte zu besprechen oder einfach das Feierabendbier zu genießen. Zudem gibt es neuerdings zwei Hochbeete für den hauseigenen Kräutergarten. Es ist richtig gemütlich geworden.

Darüber hinaus wird es beim Eingang in der Victor Christ Gasse bald eine Grätzloase geben. Auch diese hat most likely entworfen. Begrünt und mit Sitzgelegenheiten soll hier eine Begegnungszone entstehen, die das Wirkungsfeld des Clusters in den öffentlichen Raum hinein ausweitet und die Nachbarschaft einbindet. Beim Aufbau greifen mostlikely auf ihr bewährtes Konzept des integrativen mostlikely sudden workshop zurück – alle dürfen mit anpacken. Es handelt sich also von vorne herein um ein gemeinschaftliches Projekt.

Nach der Corona-Pause sind außerdem auch wieder Veranstaltungen möglich. Besonders freuen wir uns auf die Ausstellung No Sports Just Art im ehemaligen Turnsaal (03.-06. September). Teilnehmen wird der Creative Cluster auch am diesjährigen Parking Day (18. September), bei dem die Grätzloase bespielt wird. Wie schon im letzten Jahr findet im November, im Rahmen der Vienna Art Week, auch wieder ein Open House statt. Kunstinteressierte und AnwohnerInnen sind herzlich dazu eingeladen, bei dieser Gelegenheit einen Blick in die Ateliers zu werfen, und das Projekt und die Menschen, die hier arbeiten, näher kennenzulernen. Es tut sich also einiges!